Liege gerade in einer Hängematte am Ufer des Nam Xong in Vang Vieng. Bin ja inzwischen in Laos, aber alles zu seiner Zeit…
Bin am Sonntag mit dem Nachtboot von Koh Tao nach Chumpon. Dazu gleich eine Geschichte! War diesmal, da inzwischen Nebensaison, ein anderes, sehr viel kleineres Boot. Als Schlafplatz wurden uns ein paar Bambusmatten auf dem Oberdeck ausgerollt. So weit so gut. Als ich meinen Rucksack auf dem Boot abgestellt hatte und mich durch mehrmaliges Nachfragen vergewisserte dass das Boot um 22 Uhr ablegt, bin ich noch ein bisschen in der Stadt rumgeschlendert. Als ich rechtzeitig wieder zurück kam, habe ich aus der Ferne gerade noch die Lichter des Boots gesehen… Toll! Gottseidank gab es aber noch ein zweites Nachtboot um 23 Uhr. Ich ging dann nochmal zum 7Eleven und als ich wieder zurückkam wartete ein Thai vom ersten Nachtboot auf mich und hat sich zigmal entschuldigt. Die sind doch tatsächlich wieder umgekehrt. Also konnte ich gleich wieder auf mein richtiges Boot und zu meinem Rucksack den ich ja aber spätestens am nächsten Tag in Chumpon (hoffentlich) wiederbekommen hätte! Habe an dem Abend vor der Abfahrt übrigens noch einen Night-Dive gemacht. Sehr sehr geil! Die letzten Tage auf Koh Tao ist nichts wirklich spannendes mehr passiert...




Meine nächste Destination war dann Pattaya. Nicht wirklich schön aber ich MUSSTE das einfach mal gesehen haben. Sextourismus at it´s best! War echt unglaublich… widerlich. Die ganzen alten, zumeist deutschen Säcke. Bin deshalb gleich am nächsten Tag wieder zurück nach Bangkok an den Airport. Bin mit AirAsia gefühlte 10 Minuten nach Udon Thani im Osten Thailands geflogen.

Von dort gings dann mit dem Tuk-Tuk direkt weiter nach Nong Khai. Nach einem entspannten Abend im Guesthouse nahm ich dann am nächsten Mittag ein Tuk-Tuk zur Friendshipbridge, dem Grenzübergang zu Laos. Hab mir in Nong Khai einen Reiseführer gekauft um überhaupt mal etwas über das Land zu erfahren und was man da machen kann. Wollte eigentlich einen Tag in Vientiane, der Hauptstadt, verbringen und dann in den Süden runter. Hab aber dann an der Grenze ein paar aus Israel getroffen die mir von Vang Vieng erzählten. Stimmt! Tubing in Laos! Das wurde mir schon öfter erzählt. Bin dann nach der bisher umständlichsten Imigration, (30US-Dollar fürs Visum) der Fahrt über die Brücke und nach Vientiane in einen klapprigen Bus nach Vieng Vang gestiegen.

Die Straßen in Laos sind unglaublich schlecht, aber auch das hatte ich schon mal gehört. Nach über 4h Fahrt für eine Strecke von 180km sind wir dann doch noch angekommen…
Mit einer Pariserin die gerade auf dem Rückweg von einem Jahr Work-and-Travel in Australien ist, habe ich mir dann dieses nette Guesthouse gesucht. Haben hier gerade noch einen Franzosen der in Bangkok lebt kennengelernt und werden jetzt mal noch was zu Abend essen… Let´s discover Laos!
13.9.2010
Sitze gerade an einer kleinen Straße vor meinem Guesthouse in Luang Prabang und warte auf mein Frühstück.

An meinem ersten Abend in Vang Vieng sind wir ja wie gesagt dann Abendessen gegangen. Danach sind wir noch in eine Bar wo wir uns (Camille, Didier, eine Britin und ich) jeder einen Bucket bestellt hatten. Das war der Anfang vom Ende ;) Da in Laos Bars und Discotheken normalerweise um 23 Uhr (?) schließen, mussten wir dann irgendwann weiterziehen auf eine Insel im Fluß wo, warum auch immer, bis um 4 Uhr morgens Musik gespielt und ziemlich starke Buckets ausgeschenkt werden. Hatte am nächsten Tag natürlich nen ziemlichen Kater...


Sind dann am frühen Nachmittag, als es aufgehört hat zu regnen, zum Tubing losgezogen. Das war wirklich der Oberhammer! Auf einem einfachen Reifen sitzend den Fluß Nam Xong runterzufahren. Das wirklich lustige an der Geschichte waren die ganzen Bars die alle 30-40m links und rechts am Flussufer waren. Es wurden einem immer Seile zugeworfen an denen man sich festhalten konnte und dann aus der teilweise starken Strömung gezogen wurde. Das Treiben in den Bars war unglaublich! Saufen bis zum Umfallen, laute Musik, Mud-Volleyball und Tauziehen ins Wasserloch. Wirklich unfassbar dass es sowas gibt mitten in einem sehr sehr unberührten und ursprünglichen Land, wie wir am nächsten Tag noch feststellen sollten. Haben den Spaß aber natürlich mitgemacht, Buckets und Bier getrunken, an Schaukeln hängend in den Fluss fallen lassen und ein Bierdosenrennen auf einem vibrierenden Lautsprecher veranstaltet. Man passt sich ja schließlich an! ;)




Abends bin ich dann früh ins Bett während die Anderen wieder auf der Insel versackt sind…
Am nächsten Tag ging es dann mit ein paar geliehenen Rollern ins „echte“ Laos. War ein echtes Abenteuer! Die Straßen waren wirklich sehr schlecht. Es gab einige größere Wasserlöcher zu queren, Didier und Camille sind im Schlamm ausgerutscht und irgendwann blockierte die Bremse von meinem Roller. Das war zum Glück gerade als wir in einem kleinen Dorf angekommen sind. Davor verlief die Strecke nämlich mitten im Nirgendwo. Wir holten also ein paar locals zur Hilfe und versuchten dann die Hinterradbremse wieder zu lockern. Das taten wir indem wir mit Steinen gegen die Trommelbremse klopften und planlos irgendwelche Schrauben hin- und herdrehten. Laos style eben! ;) Schlussendlich konnte ich dann aber doch wieder einigermaßen fahren und wir machten uns auf den Rückweg. Die Straße wurde dann zwar wesentlich besser als bisher, trotzdem waren immer wieder Schlag- und Schlammlöcher zu bewältigen. War echt ein super Erlebnis!!!






Abends gab es dann das übliche Programm. Essen und Insel.
Am nächsten Morgen sind wir mit dem Bus hierher nach Luang Prabang gefahren. Ging durch schroffe Bergketten und einsame Siedlungen auf einer der Hauptstraßen in Laos. Trotzdem brauchten wir für 300km ca 7 Stunden.


Gestern Abend sind wir dann noch mit einem Paar aus Buenos Aires, das Camille in Vietnam kennengelernt hatte, was essen gegangen. Heute werden wir uns mal zu Fuß die gemütliche Stadt am Mekong erkunden. Übrigens wieder ein UNESCO-Weltkulturerbe.

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